Für meine Arbeit orientiere ich mich an:

Der Mensch im Kreislauf der Natur 

Trotz technologischen Errungenschaften bleibt die menschliche Existenzform ein Teil der erdgebundenen Lebewesen. Wir sind und bleiben den Gesetzmässigkeiten der Natur unterworfen. Die 4 grossen Wandlungsphasen Kindheit, Jugend, Erwachsen und Alter sind Kreisläufe der Natur, das Gesetz von Geburt und Tod, von Entstehen und Vergehen. Der Mensch, nebst Tieren, Pflanzen, Bakterien, Steinen, Wolken usw. ist dem Prozess der Veränderung unterworfen. Diese grundlegende Annahme ist zentraler Teil der Arbeit. Nichts bleibt – alles vergeht. Ich betrachte die Lebensphasen als Teil eines sehr grossen Kreislaufes. So wie Übergänge in der Natur sich nachfolgend offenbaren, ist der Mensch ein Wesen, das Phasen durchläuft. Nichts entwickelt sich ohne auf eine vorhergehende Handlung zu begründen. Wirken und Handeln bestimmt nicht nur die direkte Umwelt, sondern darüber hinaus auch die ganze Kosmologie. Ich achte in meiner Arbeit auf Herkunft und Nachhaltigkeit.

 

Der Mensch im Prozess 

Der Mensch ist ein Wesen, das sich zwischen Polen bewegt - Autonomie versus Gemeinschaft, Verlassenheit versus Überflutung, sakral versus profan. In diesen Spannungsfeldern spielt sich die Suche und Entwicklung der (ur-)eigenen Persönlichkeit ab. Auf der Suche nach Identifikation, Selbstannahme, (Selbst-)-Verantwortlichkeit und Potential steigen je nach Lebensphase unzählige Fragen an die Oberfläche. Ich gehe davon aus, dass die Antworten zu den Fragen in jedem Menschen bereits vorhanden sind. Der „Experte“ für die Beantwortung dieser Fragen ist die fragende Person selbst. Oft sind die Aufklärungen jedoch zugedeckt durch Muster und antrainierte Handlungen. Meine Arbeit beinhaltet das Schaffen eines Raumes, in dem jeder Mensch Schicht um Schicht seinem Kern näher kommt und seine Fragen beantworten kann.

 

Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch über ein gewisses Mass an Selbstheilungskräften verfügt. In Übergangsprozessen kann der Mensch zu Erkenntnis gelangen und Weisheit erlangen und den Sinn von Veränderungen erfassen, um als lebendige Kraft in der Gemeinschaft seinen Platz einzunehmen.

 

Arbeitsweise

Meine begleitende Prozessarbeit ist pankulturell und religionsübergreifend. Sie steht allen Menschen offen unabhängig von deren kulturellen, politischen und religiösen Wurzeln. Die Vielfalt von Rassen, Kulturen und deren ethische Hintergründe wirken vervielfältigend für das seelische und spirituelle Wachstum. Die Herkunft der verschiedenen Arbeitsweisen hat Einfluss auf die Gestaltung von Prozessen. Menschen, die vor mir „von dieser Welt gegangen sind“ und die ihre Ideen und Systeme als Erbe zur Verfügung gestellt haben, sind Quelle von Wissen und eigenen Reflektionsmöglichkeiten. Würdigung und Achtung gegenüber deren Werken und Arbeiten ermächtigen zu einem kraftvoll Handeln im Dienst des gesamten evolutionären Schöpfungsprozesses.

 

Begleitwerkzeuge wie die Gestalttherapie, der systemische Ansatz aus dem Gestaltcoaching, die Arbeit mit dem Rat der "4 Schilde“, der Rat der Hörenden, die „Natur als Spiegel“ usw. sind „offen“ gehaltene Angebote und ermächtigen zum Erforschen und Beantworten von existenziellen Fragen. Sie unterstützen die Souveränität im „eigenen Königreich“ und führen nicht zu spiritueller Entmächtigung. Die jedem Menschen innewohnende „Königswürde“ ist das grundlegende Potential des Wachstums.

 

Rituale können zu kraftvollen Erfahrungen und Erkenntnissen führen. Sie selbst an sich haben keine „magische“ Wirkung. Sie bieten einzig eine besonderen Rahmen, in dem sich etwas ereignen kann oder Handlungen bewusst und verstärkt vorgenommen werden. Hier kann sich etwas entfalten, was in diesem Moment im Menschen vorhanden ist und als mystisches Erleben bezeichnet werden kann. Das Ritual dient dem Menschen und nicht umgekehrt.