Methode: Gestalttherapeutische Beratung

"Psychotherapie ist zu wertvoll, um sie nur Kranken vorzuhalten." 

  Fritz Perls, Begründer der Gestalttherapie

Gestalttherapie unterscheidet nicht zwischen Gesunden und Kranken. Es ist vielmehr eine Lebenseinstellung, die die Veränderung in den Vordergrund stellt. Es geht darum, dass du an dir arbeiten willst – an deiner eigenen Veränderung und damit an deiner eigenen Persönlichkeit.

Wachstum
Wir alle tragen viele unvollendete Geschehnisse in uns. Bei diesen nicht bewältigten Dingen knüpft die Gestalttherapie an, weil sie verarbeitet werden müssen, damit wir lebendig, spontan und selbstbestimmt leben können.

Wir leben auf zwei Ebenen. Zum einen ist da die Realitätsebene mit unseren eigenen Gefühlen, unserem Körper und den Sinnen. Und dann gibt es die Denkebene. Das ist der Raum, in dem wir uns ausdenken, was die andern von uns denken oder erwarten. Es ist die Ebene, wo wir uns ständig wiederholen mit dem Ausgraben alter Probleme und mit Fantasien über die Zukunft. Das ist da, wo wir uns selbst krank machen, weil wir das, was wir sind, mit allem behindern, was wir sein möchten oder sein müssen. Wir versuchen zu sein, was wir nicht sind. Und sind schlussendlich ärglich auf die andern oder im besten Fall auf uns selbst, weil wir uns nicht achten.

Das Leben JETZT leben und Wie

Nur wenn ich hier und jetzt bin, kann ich tief durchatmen, entspannen und mich selbst annehmen. Wenn ich die alten Probleme von gestern mit der Frage beanworte: WIE geht es mir JETZT damit, dann übernehme ich Verantwortung für mein Denken und Handeln. Mit dem Gewahrwerden meines JETZT-Zustandes werde ich aufmerksam für die vordergründigen Dinge, die JETZT „Gestalt“ werden. Es geht nicht um das „Warum“ und nicht um das „Weil“.

Sich selbst als Einheit sehen
Jeder Mensch ist ein System, das für sich selbst sorgt. Dieser Organismus ist ständig damit beschäftigt, sich zuzuführen was ihm fehlt (Nahrung, Wärme, Anerkennung, Bestätigung, Macht usw.) oder abzustossen, was ihm zuviel ist (Unverdautes, Forderungen, Erdrückendes, Ekel, usw.). Wenn das Abstossen und Zufügen nicht mehr richtig funktioniert, entstehen unfertige Zustände wie hinuntergeschluckte Gefühle, unausgesprochene Sehnsüchte, nicht ausgedrückter Groll usw. In einer komplexen Welt wie der unseren gibt es immer hunderte unverfertiger Zustände. Und das System bringt dasjenige Bedürfnis in den Vordergrund, das im Augenblick das Wichtigste ist.
Der Organismus lässt uns immer wissen, was jetzt wichtig ist. Wenn wir offen sind für das, was in uns geschieht, können wir auf offene Weise wachsen. Wenn wir die Signale unterdrücken, drängen die versteckten Bedürfnisse auf unangenehme und meist krankhafte Weise in den Vordergrund.

Vordergrund und Hintergrund: die Gestalt
Zwischen dem Bedürfnis (der Sehnsucht) und dem Mangel (der Angst) besteht eine Spannung, die den Alltag ständig beeinträchtigen und sehr störend in allen Formen von Beziehungen sein kann. Das sind die unabgeschlossenen Themen, die offenen Gestalten. Diese wollen aus ihrem Schattendasein befreit und integriert werden.

Kontakt auf der Grenzlinie
Kontakt zu Dingen und Menschen ist möglich, weil es eine Grenze gibt, an der wir uns berühren. Mein Innen- und mein Aussenbereich haben eine gemeinsame Grenze. Ich bin auf dieser Line sowohl ein Teil meiner Aussenwelt, der Umgebung, des „Feldes“, als auch ein Teil meiner Gefühle, meiner Sinne, meines Gehörs usw. Hier entsteht Kontakt, auch ganz „tiefer“ Kontakt. Es geht um das bewusste Wahrnehmen, das Gewahrsein zu den eigenen Emfindungen und Gefühlen.
Nur auf der Grenze lebst Du wirklich. Das ist das Spannungsfeld zwischen „Ich und DU“, auf jemanden zugehen und sich wieder zurückziehen. Zwischen Ja-sagen und Nein-sagen, zwischen Den-anderen-festhalten-wollen als klebriger Zustand und Einander-nicht-anrühren als frostige Angelegenheit. Lebendige Begegnung mit dir selbst und andern ist das Zusammenspiel von Kontakt-aufnehmen und Sich-zurückziehen und Wieder-aufnehmen und Wieder-zurückziehen.

Ganz werden
Eine Einheit, ein Ganzes zu werden bedeutet, die Sprache deines Körpers, deiner Gedanken, deines Atmens, deiner Fantasie besser zu verstehen. Es bedeutet zu erkennen, wie du dich behinderst, wenn du dir fremde Normen auferlegst, und wie du dich befreien und lebendig werden kannst. Auch wenn du jahrelang deine Lebendigkeit auf Sparflamme gehalten hast, kannst du deine Energie wiederfinden.

Meine gestalttherapeutische Beratung basiert auf:


Vertrauen:

Auch wenn du ganz unten bist, ist das eine Möglichkeit, an deine Energie zu kommen. Du wendest dich immer wieder deinen Möglichkeiten zu. Wir sind zu viel mehr fähig, als wir uns selber zugestehen.


Respekt:

Jeder Mensch hat das Recht auf seine Ansichten und seine Handlungen. Auch wenn du dich abschottest, abschliesst, triffst du eine Wahl, mit der du deinen Wert und deine Würde festigst.


Wahl:

Nicht was du tun oder sein „musst“, steht im Mittelpunkt, sondern wofür du dich entscheidest und welchen Weg du gehst.


Leben im Jetzt:

Es gibt immer wieder Augenblicke, um das Leben neu anzufangen. Dieser Augenblick ist der erste Moment in einem neuen Leben. Es gibt hunderte davon. Man braucht sein Leben nicht bestimmen zu lassen von einer fantasierten Zukunft oder dem Gewicht der Vergangenheit.



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