Methode: Das Lebensrad der 4 Schilde

Der Weg durch die Entwicklung des Menschwerdens – durch das Rad der 4 Schilde

4 Schilde
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Seit Alters her haben sich die Menschen mit den Kreisläufen in der Natur befasst. Das Lebensrad ist ein Abbild der Verbindung von menschlichen Entwicklungsphasen und den Zyklen der Natur. In der Mitte des Kreises ist das Selbst, ich Selbst. Und so wie die Natur 4 Richtungen, 4 Jahreszeiten und 4 Elemente kennt, so zeigt sich das Selbst des Menschen in den 4 Masken oder 4 Schilden. Wir können sie auch als die 4 Lebensphasen bezeichnen. So zeigt sich der menschliche Süden als Sommer, Kindheit, unbeschwerte Freude, Ego, Gefühl, Körper. Der Westen ist Herbst, ist Jugend, zweifelnde Innenschau, Psyche, Wahrnehmung, Erinnerung. Der kalte Norden ist Winter, Erwachsensein, strukturierte Verantwortung, Verstand, Gedanke und der Osten trägt das Gesicht des Alters, ist spirituelles Verlangen, Intuition, Geist, Tod und Geburt und die Umkehrung. Was profan ist wird heilig, was heilig ist wird profan. Zusammen bilden sie das Rad meiner Persönlichkeit, das Rad der menschlichen Natur.

Das Modell der 4 Schilde mit ihren inhaltlichen Begriffen dient in der Visionsarbeit als Möglichkeit einer Zuordnung. Wenn davon ausgegangen werden kann, dass Ganzsein bedeutet, dass alle 4 Schilde ausgeglichen sind, kann ein sich abzeichnendes Ungleichgewicht als Störung betrachtet werden. Ist eine Seite (ein Schild) zu sehr ausgeprägt, ist die gegenüberliegende Entsprechung unterernährt. Diesen Zustand nutzen wir in der Prozessarbeit, um den jeweiligen Schild zu stärken. Dies erfolgt oft im Kontext mit Übungsanordnungen in der Natur.

Das Anwenden des Idealbildes der 4 Schilde verstärkt nicht nur das Bewusstsein, dass die Bewältigung der Lebensaufgaben Phasen und Zyklen unterworfen sind, darüber hinaus bietet das System Handreichung zur Krisenbewältigung im Kontext des inneren Abbildes der Natur.

Steven Foster und Meredith Little erforschten in den frühen 70er- und 80er-Jahren die Kosmologie dieses durch indianische Traditionen weitergegebenen Modells und übersetzten es in die Begriffswelt der Moderne. Wesentlich dabei ist der pan-kulturelle Ansatz, also der kulturübergreifende Anspruch.

 

Literaturhinweis:

Die 4 Schilde – Steven Foster und Meredith Little
Initiationen durch die Jahreszeiten der menschlichen Natur, Arun-Verlag, ISBN 3-927940-64-X

 

Und so wie die Natur geht und vergeht, so gehe ich immer und immer wieder durch die Tore der Wandlung: Geburt, Innenschau, Initiation, Tod. Ich gehe mit dem Rad des Lebens - lebe das Wilde in meiner Wildheit (Süden), suche das Tiefste im Innersten (Westen), bin König in meinem eigenen Reich (Norden) und sterbe und gebäre mich selbst immer wieder aufs Neue (Osten).



eine weitere Darstellung der Zugehörigkeiten, erstellt von I. Schäfer und E. Hämmerling

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Kosmologie der 4 Himmelsrichtungen
Die Zuordnungen der Elemente und der Richtungen Kosmologie der 4 Himmelsrichtungen - pdf-file zum Herunterladen
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